Pfarrer SchmückerBernhard Schmücker

1899-1907

Erster Geistlicher an der neuen Herz-Jesu-Kirche wurde Bernhard Schmücker. Als Kaplan unserer Muttergemeinde St. Marien war er schon 1895 nach Eilpe gezogen und machte sich für den Kirchbau stark. Am 27. Juli 1899 wurden ihm für die Herz-Jesu-Gemeinde alle Rechte und Pflichten eines Pfarrers zugesprochen, die „Cura primaria“. 1907 wurde er allerdings zum Pfarrer in Hörste an der Pfarrei St. Martin ernannt. An ihn erinnert noch heute das Glöcklein im Dachreiter auf der Kirche, das er gestiftet hat.

Pfarrer BühnerTheodor Bühner

1907-1920

Schmückers Nachfolger wurde Kaplan Theodor Bühner. Er wurde als erster Pfarrer eingeführt, als Herz Jesu 1910 selbständige Pfarrei wurde. In seine Zeit fiel der 1. Weltkrieg, die Aufgabe der Seelsorge in schweren Jahren.
Im Jahr 1920 erkrankte er und gab daher seine Gemeinde am 21. Juli 1921 auf. Er übernahm dann eine kleinere Gemeinde in Mastholte.

Pfarrer KotthoffHeinrich Kotthoff

1921-1935

Er war schon am 1. März 1910 zum Kaplan an der Herz-Jesu-Kirche ernannt worden. Seit 1921 nahm er dann die Stelle des Pfarrers wahr. Er war ein echter Sauerländer: zäh, streng, fromm und ausdauernd. Als Pfarrer einer armen Gemeinde war er unermüdlich besorgt die Not der Inflations- und Arbeitslosenzeit zu lindern. Er sammelte Kartoffeln bei den Bauern und verteilte sie an seine Gemeinde. Oft half er auch mit kleinen Geldbeiträgen. Wenn es um kirchliche Belange ging, konnte er jedoch unerbittlich sein. Mischehen waren ihm ein Greuel, um jedes seiner Schäfchen kämpfte er. In einer Zeit größter Wohnungsnot iniziierte er den Bau der Eilper Siedlung "Schlössersbusch", die in Eigenleistung erichtet wurde. Der Schlössersbusch ist auch heute noch fast nur von katholischen Mitbürgern bewohnt, was ihm den Namen "Klein-Rom" einbrachte.
Aus gesundheitlichen Gründen verließ er im Jahr 1935 Eilpe und widmete sich neuen Aufgaben in Altenhundem. Für Eilpe war er ein Glücksfall in schwerer Zeit. Auch später bekam er noch viel Besuch aus Eilpe und er hat es nie vergessen.

Pfarrer HeuelDr. Reinhold Heuel

1935-1938

Am Christkönigssonntag 1935 wurde er als Pfarrer in Herz Jesu eingeführt. Dieser treue Seelenhirt hat in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg den Kampf der Nationalsozialisten gegen die Kirche in seiner ganzen Härte durchstehen müssen. Verfolgung, Verbote und Verurteilungen engten die Tätigkeit der Kirche stark ein. In der Chronik der Gemeinde schreibt er: „Die ominösen sogenannten „Devisenprozesse“ und die nachfolgenden „Sittlichkeitsprozesse“ stellten die Treue und das Vertrauen der gläubigen Katholiken auf eine überaus harte Probe. In ursächlichem Zusammenhang mit diesen Berichten stand eine verdeckte aber intensive Agitation für den Kirchenaustritt. In unserer Gemeinde erklärten ihren Austritt amtlich 30 Personen. Bei den Kirchenaustritten handelt es sich ganz und gar nicht um solche, welche Bindung und Fühlung mit der Kirche längst verloren hatten. In Anbetracht der starken Propaganda gegen die Kirche und für den modernen Unglauben kann man die echte Treue der Katholiken nur rühmen und sich ihrer von Herzen freuen...“
Pfarrer Heuel waren nur wenige Jahre in Herz Jesu beschieden. Gegen Ende des Jahres 1938 ist er nach einer Operation in Dortmund gestorben.

Pfarrer HansknechtWilhelm Hansknecht

1939-1961

Die Nachfolge von Pfarrer Reinhold Heuel trat am 12. März 1939 Pfarrer Wilhelm Hansknecht an. Er ahnte nicht nur sondern befürchtete im Voraus, welches Unglück durch den Krieg über alle hereinbrechen würde, denn die Nationalsozialisten gebärdeten sich immer herrschsüchtiger und brutaler. In diesen schweren Jahren hat sich Pfarrer Hansknecht als Vater der Gemeinde bewährt. In schwerster Not vertraute er beharrlich auf Gott. Dies spricht aus den Zeilen eines Briefes, den er den Soldaten aus seiner Gemeinde ins Feld schrieb.
Für Eilpe war er, ebenfalls ein echter Sauerländer, wie maßgeschneidert. In der Seelsorge ging er die Wege, die Pfarrer Kotthoff bereitet hatte. Alle, die Trost suchten, fanden bei ihm ein offenes Ohr. Seine Männerpredigten waren in der ganzen Diözese gefragt. Das Pfarrhaus in Eilpe war ein Haus der offenen Tür. Pfarrer Hansknecht war der Zeit voraus. In den Jahren des Wiederaufbaus hat er persönlich Hand angelegt.
1955, als das Elend des Krieges - zumindest äußerlich - überwunden war, nahm er den Ausbau seiner Kirche in Angriff. Trotz der Währungsreform mangelte es immer noch an Geld, aber Pfarrer Hansknecht meisterte auch diese Aufgabe: Als unvorhergesehene Baumaßnahmen den Ausbau verteuerten, stand die Gemeinde hinter ihm, denn er sah sich schweren Herzens gezwungen, zur Finanzierung alle um einen Geldbetrag von einem Wochenlohn zu bitten; seine väterliche Art verfehlte ihre Wirkung nicht, es wurde gespendet und weitergebaut.
Durch die schwere seelsorgliche Belastung in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und die Anstrengungen des Krieges gesundheitlich angeschlagen, wollte er sich im Oktober 1961 in den Ruhestand begeben. Doch Gott rief seinen Diener am 17. August des selben Jahres in sein Reich des Friedens. An seinem Grab in der Priestergruft des Delsterner Friedhofs findet man noch immer stille Beter.

Pfarrer KautschGotthard Kautsch

1962-1966

Am 22. Oktober 1962 konnte Gotthard Kautsch als neuer Pfarrer in Herz Jesu eingeführt werden. Mit Eifer ging auch er an die begonnene Ausschmückung der Kirche und wurde genau so wie sein Vorgänger bei seiner Arbeit von der Gemeinde unterstützt. Pfarrer Kautsch hatte jedoch ein Augenleiden. Das Lesen der Messtexte bereitete ihm immer größere Schwierigkeiten. Ebenso war das Erkennen und Sich-Orientieren beeinträchtigt. Sehschwache Menschen, denen die Gefahr droht zu erblinden, trifft ein schweres Schicksal. Sie werden misstrauisch gegenüber jedermann. So baute sich langsam eine Barriere auf, die die Seelsorge in der Gemeinde sehr beeinträchtigte. Die Atmosphäre, dem Bischof vorgetragen, wurde so gespannt, dass dieser dem Pfarrer empfahl auf seine Pfarrstelle zu verzichten. Am 22. Dezember 1966 hat Pfarrer Kautsch die Gemeinde dann verlassen und ist in ein Stipendiatenheim nach Marktindersdorf bei München gezogen. In seinem Krankheitsverlauf ist er völlig erblindet und am 25. Juli 1987 in Murnau am Staffelsee gestorben.

Pfarrer WaltersGünter Walters

1967-1998

Im Januar 1967 ernannte Erzbischof Kardinal Lorenz Jäger den ersten Vikar an St. Petri, Neheim Hüsten, zum neuen Pfarrer unserer Gemeinde. Dieser erinnert sich: „Als ich am Montag, 23. Januar 1967 die Gemeinde aufsuchte, empfingen mich der amtierende Vikar Anton Winterhoff und ein Mitglied des Kirchenvorstands. Ich hatte vor meiner Bewerbung keine Erkundigung über die Gemeinde eingeholt und wusste demnach gar nichts von der Vorgeschichte des Wechsels in der Gemeinde. Zaghaft und zögernd wurden einige Vorkommnisse angedeutet mit der Bemerkung, der Dechant würde mich informieren. Die Kirche, die ich besichtigte, gefiel mir. [...] Am Abend dieses Tages war ich zu einer Kirchenvorstandssitzung eingeladen. Von den amtierenden Kirchenvorstehern wurde ich herzlich empfangen und freundlich begrüßt. [...] Sie alle waren der Meinung, mit mir die Aufgaben der Gemeinde aufzugreifen und zu lösen. Als ich in der Nacht nach Hüsten zurückfuhr, überlegte ich: "Soll ich oder soll ich nicht?" Ich zählte an den Knöpfen der Jacke nach: ja - nein - ja. Und da kam mir das Wort Jesu in den Sinn: Wer die Hand an den Pflug legt, darf nicht zurückschauen.
Schon am 12. März 1967 konnte der neue Pfarrer Günter Walters in sein Amt eingeführt werden. Sofort kamen große Projekte auf ihn zu, die ausgeführt werden mussten: Unsere Gemeinde erhielt endlich einen Kindergarten; eine neue Heizung für die Kirche mit der Ausstattung des Gemeindesaales stand 1970 an. Der Kirchplatz wurde plattiert, und nach langen Vorbereitungen die grundlegende Kirchenrenovierung 1974/75 in Angriff genommen.
Pfarrer Walters, ein Mann mit Überblick und der vorsichtigen Schritte, erkannte schnell, dass die Frauen und Männer der Gemeinde seine große Stütze sein konnten. So wurde bald eine feste Gemeindeeinheit geschaffen, die ihn bei seiner Arbeit gerne half. Vereine und Verbände gestalteten ein reges Leben in der Gemeinde: Feste, Veranstaltungen und Ausflüge wurden zu einem festen Bestandteil, ebenso gehört die Freizeitgestaltung der Jugend im Kirchturm noch immer wie selbstverständlich dazu. Die Eilper Gläubigen schätzten dabei immer seine ruhige, besonnene Art, mit der er Alt und Jung begegnet.
Mittendrin arbeitete Pfarrer Walters hart für seine Gemeinde. Oft brannte das Licht im Pfarrhaus bis spät in die Nacht und er fand kaum Zeit für seine Hobbys, die Musik und die Literatur. In der Stille der Nacht fand er dann Muße und Kraft für die täglichen Sorgen und Anforderungen.
Pfarrer Walters praktizierte in Eilpe wie selbstverständlich die Ökumene. Mit der ev. Christuskirchengemeinde gibt es auch heute noch eine ersprießliche Zusammenarbeit.

Mit den Jahren stellte sich plötzlich jedoch eine schwere gesundheitliche Belastung ein: der Diabetes. Pfarrer Walters musste nun ein wenig zurückstecken. Er war froh, als ihm 1996 endlich wieder ein Vikar, Herr Pastor Sarnowski, an die Seite gegeben wurde. So konnte er sich besonders auf die Vorbereitungen zum 100jährigen Jubiläum unseres Gotteshauses konzentrieren. Zusammen mit dem Festausschuss organisierte er die Feierlichkeiten. Besonders wichtig für ihn war die Renovierung der Kirche in den Jahren 1997/98, deren Planung und Koordination höchste Anstrengung erforderte.
Sein Ziel und Herzenswunsch, diese Arbeiten abzuschließen und mit seiner Gemeinde das 100jährige Bestehen ihrer Pfarrkirche zu feiern, hat er erreicht. Er nahm es zum Anlass sich am 11. Oktober 1998 von der Gemeinde zu verabschieden und sich in den wohlverdienten Ruhestand zu begeben. 31 Jahre leitete er als längster amtierender Pfarrer seiner Gemeinde deren Geschicke - fast ein Drittel ihres Bestehens!
Nach schwerer Krankeit ist Pfarrer Walters am Morgen des 22. Juli 2011 verstorben. Der Herr möge seinen Diener aufnehmen in das Reich des Friedens!

Pfarrer MeschkeBernhard Meschke

1998-2014

 

 

Termine

Mi. | 25. Apr. 2018 | 15:00 - 17:00:
kfd Jahreshauptversammlung
Do. | 26. Apr. 2018 | 09:00 - 09:30:
Hl. Messe
Do. | 26. Apr. 2018 | 12:00 - 19:00:
BV Sitzung
Do. | 26. Apr. 2018 | 20:00 - 22:00:
Treffen der Kommunionhelfer und Lektoren
Fr. | 27. Apr. 2018 | 17:00 - 18:00:
Gruppenstunde der Messdiener
So. | 29. Apr. 2018 | 10:00 - 11:00:
Hochamt
So. | 29. Apr. 2018 | 11:00 - 13:30:
Abschlussgrillen der KoKis
Di. | 01. Mai. 2018 | 10:00 - 10:30:
Hl. Messe
Di. | 01. Mai. 2018 | 10:30 - 11:00:
Rosenkranzgebet
Di. | 01. Mai. 2018 | 15:00 - 17:00:
Seniorenstube fällt aus

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